Geschichte (noch nicht komplett)

Herr Gerhard Helbig fand im ältesten Stadtbuch von Görlitz folgende Eintragung aus dem Jahr 1378. Durch diese Eintragung gilt gegenwärtig das Jahr 1378 als erste Erwähnung von Lodenau. Der Ortsname zum mitteldeutsch bedeutet „Lode“ Schössling, Jung gewachsener Baum. Es ist jedoch anzunehmen das Lodenau von dem sorbischen Wort „lod“ = Eis abgeleitet ist und demnach als Eisort bezeichnet werden kann. Weitere Daten aus der älteren Geschichte Lodenaus:

1390 waren Dorf und Gut in den Händen der Herren von Kottwitz. Angehörige dieser Familie wurde mehrmals als Raubritter in alten Geschichtsbüchern benannt.

1418 wird Wittche von Kottwitz zu Lode mit seinem Spießgesellen Hans von Nehren von 26 Görlitzer Stadtknechten gefangen. Er stand im Verdacht gemeinsam mit Pfaffehans von Kottwitz den Görlitzer Ratsherrn Otto überfallen und verletzt zu haben.

1419 wird Pfaffehans von Kottwitz zu Lode in die Acht getan.

1510 wurde ein Herr von Kottwitz in Rothenburg hingerichtet.

Nach 1547 hatte jedes Ortsgericht sein eigenen Galgen. Die Dorfgerichte Lodenau, Bremenhain und Noes nutzten einen gemeinsamen Galgen der seinen Standort auf dem Galgenberg in der Pläderitze hatte und dem die Bewohner tunlichst aus dem Wege gingen.

Über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Dorfes Lodenau vom Jahre 1664 ab, gibt uns das einzige erhalten gebliebene Schöppenbuch Auskunft

1799 am 1. September wurde der Historienmaler Adolf Zimmermann in Lodenau geboren, seine Bilder sind in öffentlichen Galerien und Kirchen zu finden und mit A.Z. signiert. Er malte das Bild des Hauptaltar der Pfarrkirche in Rothenburg „Jesus mit den Jüngern in Emaus“ 1823

1812 ging ein großer Teil Lodenaus in Flammen auf „In Lodenau ohnfern Rothenburg entstand am 4. Juni abends halb 11 Uhr eine Feuerbrunst, wo durch 12 Nahrungsgebäude das Gemeindehirtenhaus und zwei Gedingehäuser einem Raub der Flammen wurden. Mehrere Umstände machen es wahrscheinlich dass dieses Feuer angelegt sei.

1834 wird die Schule erstmalig erwähnt der Lehrer hieß Gottlieb Fiebig und unterrichtete von 1834 bis 1841 später war in der alten Schule die Postagentur und 1958 wurde das Gebäude der Familie Heinz Altus bewohnt.
Am22 September 1852 wurde das Dorf von einer Feuerbrunst heimgesucht, der 12 Gehöfte mit allen Gebäuden und Vorräten zum Opfer fielen. Eine zum räuchern aufgehängte Speckseite, die im damaligen Bauerngrundstück Liebig, jetzt Göldner, in Brand geraten wäre, soll Auslöser dieser Feuerbrunst gewesen sein. 1866 besuchten 88 Lodenauer und 30 Zoblitzer Kinder die Schule bei einer einzigen Lehrkraft.

1897 wurde das Schulgebäude durch Hochwasser so stark beschädigt dass der Unterricht zwei Jahre auf dem Schüttboden des Dominiums erteilt werden musste. 1860 gehörten zum Rothenburger Kirchspiel 15 Ortschaften. In dieser Zeit gab es Bestrebungen, eine eigene kleine Kirche für Lodenau, Zoblitz und Neusorge zu erbauen. Der Kirchbau in Lodenau kam nicht zustande. Es fand sich aber der Brauereibesitzer Lehmann bereit eine Kapelle auf seine Kosten in Zoblitz zu bauen. Die am 22 März 1866 eingeweiht wurde. Das kleine Kirchlein hat nun fast 80 Jahre den beiden Gemeinden Zoblitz und Lodenau in Freund und Leid treu gedient. Hier wurde das Wort Gottes in einer damals noch heilen Welt verkündet.

1871 kauften die Ökonomen Karl Bruno und Ernst Gottlieb Fünsfstück am 25.11. das Mühlengrundstück Nummer 21 von dem Besitzer Karl Robert Käsche aus Zoblitz für 20500 Taler. Davor wurde eine Mahl- und Schneidmühle betrieben auch eine Bäckerei wurde von den Brüdern erworben eine Eintragung im Diarium beweist dass eine Pacht von 15 Mark im Monat vom Bäcker Weinhold an den Besitzer zu zahlen war.

1896 erwarb K.B. Fünfstück das Roschersche Mühlengrundstück. Die Mühle wurde sofort in einer aus Stoff und Lederpappenfabrik umgebaut. Als erster nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt, stellte er hier eine Rundsiebkartonmaschine auf, die bis 1944 ununterbrochen gearbeitet hat.

1901 nach dem Tod von B. Fünfstück wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt Aktionäre waren Friedrich von Martin und Freiherr von Kittlitz 1907 wurde das Verwaltungsgebäude und 1922 das gegenüberliegende Villen Gebäude gebaut.

1920 erhält Lodenau elektrisches Licht.

1948 verzeichne Lodenau eine 50% gebäudemäßige Zerstörung durch Kriegseinwirkunge. Der Wohnungsbestand zählt 360 Wohneinheiten für 416 Haushaltungen im unterschiedlichsten Bauzustand.

Am 1. Juni  1953 war die Übergabe einer neu gebauten Behelfsschule. Sie hatte vier Klassenräume, ein Lehrer- und ein Lehrmittelzimmer. Unterrichtet wurden dort Schüler der fünften bis achten Klasse. In dieser Zeit entwickelte sich die Schule zur Zentralschule die auch Kinder aus Steinbach und Neusorge aufnahmen. Leider konnte an diesem Ort noch 4 Jahre unterrichtet werden. 

1951 der Bürgermeister wird dafür verantwortlich gemacht, dass alle Kinder namentlich erfasst werden, die gegen TBC geimpft werden sollen. Im Ort sind 3 Tuberkulosehilfeanträge gestellt worden.

1953 übernimmt die Gemeinde das Gasthaus Bergschänke als Kulturhaus.

Bau des Flugplatzes, der mit einem Drittel in der Gemarkung Lodenau liegt. Bau und Eigentümer des Flugplatzes ist die Rote Armee. Für den Bau der Unterkünfte, Start- und Landebahn, Flugzeughallen und ähnliches wurde viel Sand benötigt, der aus dem heutigen Baggerloch geholt wurde.

1954 Bau eines Sportplatzes für den Ort, auf einem bis dahin verwahrlosten Gelände. Die Planierungsarbeiten wurde im NRW geleistet

Am 1. Juni 1954 pünktlich zum Kindertag eröffnete die Kindergarten mit 30 Plätzen, die  1969 auf 50 erweitert werden.

Der Ort bekommt eine moderne Straßenbeleuchtung.

Am 1. April wurde ein Bauernladen eröffnet.

1957 Eröffnung der Gemeindeschwesternstation im Schloss. Die erste Schwester dort war Frau Gertrud Zippel. Ihr folgte Ingrid Borisch von 1968 bis 1970 und ab 1970 Frau Elisabeth Rothe.

1957 da die Rollbahn des neu erbauten Flugplatzes nur wenige Meter hinter der Schule verlief, machte der Fluglärm den Unterricht zum Problem. Demzufolge wurde 1955 eine neue Schule projektiert und am 1. September 1957 eingeweiht. Es war einer der ersten Schulneubauten in Sachsen.

1958 Grundsteinlegung zum Bau einer Leichenhalle

Im Gebäude der ehemaligen Behelfsschule eröffnete der Konsum ein Landwarenhaus.

1959 beginnen Bauarbeiten für ein Feuerwehrgerätehaus.

1951 Bau der Kirche am Ortseingang. Ein Geschenk der Gustav Adolf Stiftung. 1961 in Lodenau werden beidseitig der Hauptstraße Bürgersteige angelegt und die Straßengräben verrohrt.

1962 der Zittauer Textilbetrieb lautex errichtete eine Produktionsstätte, heut Raumausstatter Lehmann.

1969 erfolgte die Eingemeindung Steinbach nach Lodenau.

Einwohnerzahlen:

1900 

570

1919

594

1933

650

1945

2000

1950

1250

1958

1094

2017  

420